| Abraham Adler, mein Urgroßvater 3. Grades |
Abraham Adler, Schullehrer in Mischkowitz/Myslkovice (*nicht Biskupitz- siehe Vermerk) wurde als
erstgeborener
Sohn des Israel Adlers,
Sohn des Juda Abraham Adler aus Tachau
und Pauline Kohn,
in Tachau geboren - der zweitgeborene Sohn hieß Salomon Adler -
weitere Geschwister waren Maria, Sara, Anna und Rebeka.

Quelle: Jüdische Grabstein http://www.chewra.com
Abraham Adler verstarb in Mischkowitz/Mislkovice, Bohemia, Czech.
Grabinschrift
Abraham Adler, place Myslkovice -
1. He deceased and they buried him on eve of Rosh hashana year 630
3. respected person Abraham
4. Adler, teacher
5. blessed is Abraham from the Highest one
6. kind, righteous and fearful of God
7. lived from his earnings he taught
8. children of Israel to be brave and be virtous
9. he never fell apart from the path of the honest ones
10. being with his full heart faithful to the Almighty
11. in peace he will rest
1. Er starb und wurde begraben am Abend vor Rosh hashana im Jahre 630
3. der angesehene Abraham
4. Adler, ein Lehrer
5. gesegnet ist Abraham vom Höchsten
6. gütig, gerecht und gottesfüchtig
7. hat gelebt von seinen Verdiensten, er lehrte
8. die Kinder Israels mutig und tugendhaft zu sein
9. er hat nie den Weg der Ehrlichkeit (der Ehrlichen) verlassen
10. war mit seinem Herzen immer dem Allmächtigen treu
11. er wird in Frieden ruhen (möge er in Frieden ruhen)
Er heiratete Eleonore aka Magdalena aka Ludmila Roth aus Langendorf (Dlouha Ves), Bohemia, Czech, Tochter des Ephraim Roth und Ester "Ewa" Radnitzky aus Petrowitz/Petrovice, Bohemia, Czech. Aus dieser Ehe sind vier Kinder hervorgegangen: Josef (Jossel), Anna (Channa) meine Ururgroßmutter, Aron und Joachim. Sicher werden es noch mehr gewesen sein.
Lt. Census von 1793 war er Handelsjude in Prag und 8 Jahre später Schullehrer in Mischkowitz/Myslkovice lt. Familiantenblatt.
*In dem Buch von Josef Schön "Die Juden aus Tachau" heißt es:
Abraham Adler, Schullehrer in Biskupitz. Biskupitz ist falsch.
Ein Übertragungs- oder Hörfehler. Richtig heißt es Schullehrer in Mischkowitz, so wie es auch in den Familiantenblätter von Tachau
im Jahre 1801 nachzulesen ist.
Historie der Juden in Myslkovice http://myslkovice.unas.cz/dejiny.htm
Jüdische Grabstein http://www.chewra.com
Geschichte der Juden in Tachau/Tachov http://www.hugogold.com/bohemia/tachau.pdf
Jüdischer Friedhof in Dlouhá Ves
Wikipedia.org
...1938 fiel Langendorf durch das Münchner Abkommen an das Deutsche Reich; die tschechische Minderheit wurde vertrieben, die jüdische Gemeinde hörte auf zu existieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Gemeinde fast alle ihrer 2000 zumeist deutschsprachigen Einwohner. Während der Vertreibung bestand in Dlouhá Ves ein Sammellager, von dem aus bis Oktober 1946 ein Großteil der Bevölkerung des mittleren Böhmerwalds mit der Eisenbahn nach Deutschland deportiert wurde....